Das Gebäude

Die Jahr-Zahl 1827 im sturz über dem eingang, zeugt von ehrwürdigen alter des sternengebäudes.
Erst als Privatwirtschaft geführt, wurde 1835 dem Wirt Johann Baptist Meier das Tavernen recht erteilt.
Ehemals standen südlich und westlich des Restaurants Landwirtschaftliche Bauten. Über den Stallungen, im Obergeschoss befand sich der Sternensaal, der durch einen Laubenübergang mit der Wirtschaft verbunden war. Als Tanz, Speise und Theatersaal genutzt, entwickelte sich während beinahe eines Jahrhunderts in diesen Raum das kulturelle Leben der Gemeinde ab. Ab 1884 wurde der Saal auch von den entstehenden Vereinen für ihre Vorstellungen, Theateraufführungen und Konzerte benützt. 1924 erfolgte der Umbau. Im Erdgeschossentstanden Lagerräume und ein Coiffeur Salon, im Obergeschoss Wohnungen, entlang der Sternenstrasse eine Kegelbahn.

Die Wirte: Johan Baptist Meier und sein Sohn Franz Joseph, Major, führten den Sternen zur ersten Blüte, Für seine Dienstkollegen organisierte Major Meier auch Offiziersbälle. 1881 erwarben Franz und Rosa Welti den Sternen. Ein Wirten-Ehepaar das während 27 Jahren, Frau Welti acht Jahre Witwe, dem guten Ruf des Gasthauses Ehre machte. Allem Neuen aufgeschlossenen, zeigten sie sich den Vereinen gegenüber entgegenkommend und installierten das erste Telefon in der Gemeinde. Ab 1908 wechselten die Wirte in schneller Folge. Der Sternen sank Spekulationsobjekt, sogar das Tavernen recht wurde auf das Restaurant zur Waage übertragen. Ende der 60er Jahre unternahmen ein neuer Eigentümer die Innen- und Aussen- Renovierung des historischen Gebäudes, damit gab er dem Sternen die geschichtliche Würde wieder zurück, deren sich auch das heutige Besitzer und Wirten Ehepaar Werner und Anita Neuenschwander Müller, bewusst ist.

Chronik „Gasthaus zu den 3 Sternen“

1827
Das Gebäude wurde 1827 erbaut.
Jahr Zahl im Türsturz Eingang Landstrasse

1835
Erteilung des Tavernen rechtes an Johan Baptist Meier  Sternenwirt und Besitzer.

1875
Übernahme durch dessen Sohn Franz Joseph Meier, Major

1875
Eintragung im Lagerbuch der Gemeinde Obersiggenthal.
Geb.Nr. 47. Wohn und Wirtschaftsgebäude zu den 3 Sternen
2 Stöckig von Stein mit 2 gewölbten Kellern.
Geb.Nr. 48. Scheune mit Tanzsaal von Stein und Rieg,
durch eine Verbindungslaube verbunden mit dem Wirtschaftsgebäude.

1881
Franz und Rosa Welti-Müller, neue Sternenbesitzer.

1888
Verbesserung. Anbau Holzschopf mit Brennerei und Waschhaus.
Anbau einer Kegelbahn mit Garten

1899
Mitte Januar stirbt Franz Welti an einem Blutsturz, seine Frau Rosa wirtet bis ende September 1907

Wirten-Karussell

Oktober 1907 bis März 1912, Samir Meier.
April 1912 – 1917 Knell Jakob.
1918 vom Arx.
1920 Müller.
1921 Jakob Erne Blättler.
Juni 1929 Kyburz Maurer Lüthi Andreotti, Bertschi, Witmer, Schibler, Ruffli.

Fährbetrieb: Nussbaumen – Kappelerhof

1855
Lizenz erteilt an Johan Baptist Meier, Sternenwirt.
Die Fähre wird von Franz Welti übernommen.

1896
Die Fähre wird durch einen Steg ersetzt. (Bau des Kraftwerkes Kappelerhof)

1924
Umbau der Scheune und des Tanzsaales in Wohnungen

Fortsetzung folgt…